Community

Minimalisums im Jahr 2018 – Gedanken und Anregungen aus der Community

Mit unserem Blog möchten wir auch unserer Community eine Plattform für den Austausch bieten. Dies in Form von Diskussionen und Kommentaren zu unseren Blogbeiträgen aber auch mit der Möglichkeit seine eigenen Gedanken zum Thema Minimalismus im Jahr 2018 nieder zu schreiben.

Der 1. Blogbeitrag in dieser Form wurde uns von Erol Kanik zur Verfügung gestellt. Erol ist gelernter Informatiker, Startup Gründer, leidenschaftlicher Sportler und guter Freund. Darum freut es mich persönlich sehr, dass er mit seinem Beitrag den ersten Schritt gemacht hat und aus seiner Komfortzone ausgebrochen ist und seine Gedanken zu diesem Thema mit uns und euch teilt.

An dieser Stelle bedanken wir uns für den Beitrag von Erol, wünschen Ihm alles Gute und übergeben damit Ihm das Wort.


Zufriedenheit durch «Me-Time» statt Geld aus dem Fenster zu werfen

Am 25. Jedes Monats ist Feiertag. Uf Schwiizerdütsch «Chole-Sunntig». Im Angestelltenverhältnis erhält man am 25. Jedes Monats den Lohn.

Meistens ist dann aber ende Lohn verdammt viel Monat übrig. Und irgendwie kommt man aber trotzdem immer über die Runden. Wieso?

Jeder Mensch hat einen Bezug zu Geld. Einige haben gar kein Geld – für diese ist Geld einfach bedrucktes Papier. Einige sehen es als Zweck zum Mittel um sich Ihre Ferien, Ihre Wohnung, Ihre Luxusgüter zu leisten. Einige wiederum sehen Geld als Entlohnung für Geleistetes. Und wieder andere werten es hoch, identifizieren sich gar darüber.

Ich will hier nicht werten. Denn das Ego findet immer einen Weg seine Präsenz zu zeigen. Wenn sich das Ego nicht mit Geld identifiziert («Ich bin gut, denn ich habe Geld»), identifiziert es sich womöglich mit dem Körper: «Ich brauche kein Geld, dafür habe ich ein Sixpack». Wieder andere identifizieren sich mit Genügsamkeit und bemitleiden Leute, welche sich über Geld identifizieren: «Schau den an, er ist so arm, alles was er hat ist Geld».

Zusammengefasst heisst das, dass jeder einen anderen Bezug zu Geld hat. Jeder hat seine eigene Realität. Je nach Haushalt & Umfeld, wo man aufgewachsen ist, wurdest du dementsprechend geprägt. Welchen Bezug hast du zu Geld?

Fakt ist, dass Geld dein Leben erleichtern kann. Es hat sich noch nie jemand darüber beklagt, dass er zu viel Geld hat. Dass er zu wenig hat, das hört man dann schon öfter…

Der Lohn landet auf deinem Konto. Zuerst bezahlst du die Wohnung, du möchtest ja ein Dach über dem Kopf haben. Krankenkasse, Internet und weitere Fixkosten bezahlst du gezwungenermassen auch. Sobald du die Fixkosten gedeckt hast, kaufst du dir womöglich neue Kleider. Vielleicht auch neue Schuhe. Vielleicht Utensilien für dein neues Hobby. Auf alle Fälle irgendwas, was du denkst: «Das brauch ich jetzt». «Man lebt nur einmal» hört man oft als Argument.

Und genau deswegen solltest du bewusster mit deinem Geld umgehen. So, dass Ende Monat auch Geld übrig ist und du nicht wie in einem Spiel «Von Level zu Level springst». In diesem Fall von Monat zu Monat.

Es ist wie alles im Leben. Lediglich eine Gewohnheit. Die Gewohnheit, sobald man Geld auf dem Konto hat, dieses auszugeben. Vielleicht sparst du auch ein paar Monate. Und dann kaufst du dir ein Auto. Ein neues Bike. Leistest dir Ferien. Du hast ja schliesslich ein Jahr gespart und geschuftet dafür.

Es ist die Gewohnheit sich zu belohnen. Sich zu belohnen für geleistetes. Im ersten Moment fühlen sich neue Kleider auch toll an. Im Nachhinein, denkt man oft: «Habe ich das wirklich gebraucht»?

Um zurück zu der anfänglichen Frage zu finden: Darum. Weil es eine Gewohnheit ist. Ende des Monats hast du zwar nicht mehr so viel Geld übrig. Aber du bist es dir ja gewohnt Anfang des Monats mehr Geld auszugeben. Ende des Monats lebst du dann bescheidener.

Also ist das ganze einfach ein Mindset-Game. Und wenn du ehrlich bist, sind es doch nicht die materiellen Güter die dich glücklich machen. Ist es nicht viel mehr der spontane Abend mit der Freundin, wo ihr so viel lacht, dass ihr beide Bauchschmerzen habt? Ist es nicht viel eher, der einsame Spaziergang zu später Stunde, welcher dir wieder einen klaren Kopf beschert? Ist es nicht viel eher der Luxus, einfach mal nichts machen zu müssen, und sich zurücklehnen zu dürfen?


 

Nachfolgender Blogbeitrag ist uns von Cyril zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle bedanken wir uns für den Beitrag und übergeben damit Ihm das Wort.


Grossfirmen und ihr Profit

Jeder weiss, dass der Profit bei Grossfirmen an erster Stelle steht. In der jetzigen Zeit, in der die neuen, „revolutionären“ Technologien und die Wegwerfgesellschaft aufeinanderstossen, ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Es ist unglaublich, dass trotz der heutigen Situation und dem Verlangen nach Nachhaltigkeit, der Profit bei den Unternehmen im Vordergrund steht. Wir in der wohlhabenden Schweiz sollten es uns doch leisten können, Engagement zu zeigen und etwas zu ändern. Hier ein kurzes Beispiel, um zu erläutern, was ich genau meine:

Die Mobiltelefon-Industrie, ist sie nicht trügerisch schön? Seit Anbeginn des Zeitalters mit den grossen Smartphones und umso grösseren Displays, ist es den Versicherungsfirmen gelungen, die perfekten Versicherungsleistungen- und Pakete anzubieten. Das Verlangen nach solchen Versicherungen ist auch auf der Konsumentenseite hoch, denn die Smartphones kosten mittlerweile auch viel Geld. Jedes zweite Mobiltelefon findet sich mit gesprungenem Glas wieder.

Auf was ich hinaus will ist Folgendes:

Wenn das Smartphone erstmal kaputt geht beziehungsweise das Glas zerspringt, wird dies von der Versicherung zu einem niedrigen Selbstbehalt, wenn möglich, repariert. Der springende Punkt hierbei: „wenn möglich“. Es sollte doch möglich sein, ein kaputtes Glas auszutauschen? Also schicken die Mobiltelefonanbieter das Smartphone zur Prüfung an die Reparaturfirma der Versicherung.

Nach einer zwei bis drei wöchigen Wartezeit erhält man einen Brief der Experten: „Leider ist Ihr Telefon komplett zerstört und kann nicht repariert werden. Sollen wir es für Sie entsorgen oder möchten Sie es behalten?“ Nun ist natürlich klar, dass die ganze Prüfungsnummer nur eine Darstellung für guten Kundenservice ist. Für die Unternehmen lohnt es sich an dieser Stelle nämlich nicht ein Mobiltelefon zu reparieren, denn das wäre mit grossen Kosten verbunden. Schade eigentlich, denn wird das Telefon direkt entsorgt, werden Unmengen an Ressourcen verschwendet, die auf der Welt so oder so knapp vorhanden sind.

Der Versicherungsnehmer muss das leider so hinnehmen. Eine plausible Lösung wäre, darauf zu verzichten immer das neuste Mobiltelefon zu kaufen oder sich ein second-hand Smartphone zu kaufen. Es ist auch möglich, das kaputte Smartphone zugeschickt zu bekommen, somit könnte man es von einem Experten reparieren lassen und es weiterverwenden. Wenn wir als Konsumenten nicht so naiv wären und uns gegen diesen Wahnsinn wehren würden, könnte sich womöglich etwas verändern.


Hat dir dieser Beitrag gefallen, hast du Anmerkungen?
Dann lass uns gerne deine Rückmeldung in den Kommentaren hier oder sende uns deinen eigenen Blogbeitrag an community@minimalista.ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.