Minimalistischer Umgang mit unseren Nahrungsmittelressourcen

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Ich hätte nie gedacht, dass ich mir einmal so viel Gedanken zum Thema Ernährung mache. Wenn ich in der heutigen Zeit einkaufen gehe, seien es Lebensmittel oder andere Waren, wird mir schnell klar, wie fest wir Konsumenten in den Kaufzwang getrieben werden. Wenn ich durch die Einkaufsregale schlendere, frage ich mich immer öfters, ob wir denn all diese Nahrungsmittel benötigen. Gute Beispiele für die Repräsentation unseres Konsumwahnsinns stellen der fixfertige Pancake aus der Tube/Flasche oder der Fertigsalat im Kühlregal mit 6 verschiedenen Bestandteilen aus Plastik dar. Ist es denn so schwierig einen Pancake selbst zu machen? In dieser Hinsicht ist ein Teil der heutigen Gesellschaft wohl zu faul, denn ein Pancake braucht nur vier Grundzutaten: Mehl, ein Ei, Milch und Backpulver. Desgleichen der Salat. Auf den ganzen Plastik könnte verzichtet werden. Zumindest auf die Gabel, die Tüte für die Sauce und den Behälter für den Salat und die Toppings. Leider ist der Salat mittlerweile aus hygienischen Gründen noch in einer Plastiktüte abgepackt – dazu wird man in den Grossmärkten bedauerlicherweise gezwungen.

Ist es denn wirklich von Nöten, die Welt so einfach zu gestalten? Meiner Meinung nach kann man sich gut einmal Zeit nehmen, um etwas selbst zu kreieren und somit an Ressourcen zu sparen. In den Supermärkten sind immer wieder neue Produkte zu sehen, sei es die „originelle Pulvermischung“ oder der neuwertige „Superriegel“ für die perfekte Ernährung, der frisch aus fünfzig verschiedenen Früchten gepresste Saft oder doch die Mini-Bananen im doppelt verpackten Plastiksack. Den Grossteil dieser Produkte würden wir eigentlich gar nicht benötigen, wenn wir uns die Mühe machen würden, mal etwas Hausgemachtes zu kochen. Übrigens nichts gegen die Mini-Bananen, doch bei einer Schale, die wir eh nicht essen, ist es doch nicht nötig diese in Plastik zupacken.

Wir leben in einem Zeitalter des Überangebotes, was bedauerlicherweise die Lebensmittelindustrie dazu bewegt, Produkte wegzuwerfen. Was wäre wenn wir etwas unternehmen und unsere Bestandteile etwas einschränken würden? Das würde sich auch noch positiv auf unser Portemonnaie auswirken. Kleiner Tipp: schreibt Einkauflisten wie es unsere Grossmütter schon getan haben (gibt übrigens auch Apps dafür). Wenn wir mit Hunger, Lust und ohne Ziel einkaufen gehen, wird Ende Woche ärgerlicherweise etwas weggeschmissen, was abgelaufen ist. Doch aufgepasst! Das Mindesthaltbarkeitsdatum für Produkte heisst nicht, dass wir die Produkte gleich entsorgen müssen. Der Hersteller garantiert nach diesem Datum nur nicht mehr das gleiche Geschmackserlebnis und die beste Qualität. Jammerschade wissen nicht viele darüber Bescheid, dies habe ich bereits mehrmals festgestellt. Es sei Dank ausgesprochen an die Läden, die auch Produkte mit Ablaufdatum oder Restposten zu einem günstigeren Preis verkaufen.

Ist der minimalistische Umgang mit unseren Nahrungsmittelressourcen möglich? Ich sage Ja! Denn mit wenigen Zutaten können super Gerichte entstehen und mit einer guten Einkaufstaktik wird nur das Nötigste eingekauft.

3 comments

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    Super Beitrag – gratuliere. Ich finde es genial, dass sich auch jüngere Leute Gedanken zur Ernährung und dementsprechend dem Einkauf und der Zubereitung machen.
    Eine zu Zweit gekochte Malzeit anstatt vor dem TV zu sitzen hat doch auch was an sich.

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